Nordrhein-Westfalen leidet am meisten unter Unwettern
Erstmals hat der Versicherer-Gesamtverband GDV eine regionale Naturgefahrenbilanz vorgelegt. Sie zeigt, dass sich die 2,6 Milliarden Euro, die deutsche Versicherer 2018 wegen Unwetterschäden (Personenschäden ausgenommen) zahlen mussten, sehr ungleich auf die Bundesländer verteilen.
Mit 910 Millionen Euro entfällt der weitaus größte Teil auf NRW. Danach folgen Baden-Württemberg mit 260 Millionen und Bayern mit 252 Millionen Euro. In diese Summen flossen Sturm-, Hagel- und starkregenbedingte Schäden an Häusern und Hausrat sowie bei Gewerbebetrieben und in der Industrie ein.
Tröstlich für die Nordrhein-Westfalen: Mit 99 Prozent ist die Versicherungsdichte bei Sturm/Hagel an Rhein und Ruhr deutlich überdurchschnittlich. Gegen Elementargefahren (wie Starkregen) haben sich in NRW dagegen nur 43 Prozent abgesichert, was dem Bundesschnitt entspricht. Den besten Versicherungsschutz genießen die Baden-Württemberger, von denen sich 94 Prozent gegen finanzielle Schäden durch Elementargefahren gewappnet haben. Die Quote für Sturm/Hagel liegt sogar bei 100 Prozent. Im Bundesdurchschnitt beträgt sie 94 Prozent.
Deshalb mein Tip an Sie: Sparen Sie nicht am falschen Ende, wenn es um Ihr Hab und Gut in Form einer Immobilie geht. Ein vollgelaufener Keller durch Starkregen kann schnell dazu führen, dass der Schaden den „Notgroschen“ deutlich übersteigt. Ganz davon zu schweigen, wenn Sie in Ihrem Keller auch noch Hausratgegenstände lagern, einen Hobbykeller oder gar ein Büro im Keller haben.
Deshalb schließen Sie bitte einen Elemetarschutz sowohl in Ihrer Wohngebäude- als auch in Ihre Hausratversicherung ein, um sich vor unangenehmen Überraschungen zu schützen.
